Welche Badezimmertür ist für Feuchtigkeit geeignet?
Brauche ich im Bad wirklich eine Feuchtraumtür? In den meisten privaten Badezimmern lautet die Antwort: Nein. Eine herkömmliche Innentür mit robuster Oberfläche reicht bei normaler Nutzung völlig aus, sofern nach dem Duschen regelmäßig gelüftet wird.
Spezielle Feuchtraum-Türen werden nach RAL-GZ 426 für hohe hygrothermische Beanspruchung geprüft und häufig der Klimaklasse III zugeordnet. Sie sind vor allem dann erforderlich, wenn es keinen Dunstabzug gibt, die Tür regelmäßig direktem Spritzwasser ausgesetzt ist oder dauerhaft extreme klimatische Unterschiede zwischen Bad und Flur herrschen.
Wer widerstandsfähige Türen fürs Bad sucht, greift im Holzfachhandel primär zu Modellen mit CPL- Oberfläche. Diese melaminharzbeschichteten Schichtstoffe sind kratzfest, porenfrei und unempfindlich gegenüber temporärem Wasserdampf. Zudem lassen sie sich hygienisch und rückstandslos reinigen.
Auf die häufig gestellte Frage: „Welche Tür hält Feuchtigkeit im Bad aus?“ lautet die klare fachliche Empfehlung: Eine Röhrenspantür mit CPL-Beschichtung in Klimaklasse II reicht für das klassische Familienbad aus. Glastüren sind ebenfalls eine gute Wahl, da Glas unempfindlich ist gegenüber Feuchtigkeit. Bei Echtholzfurnieren ist Vorsicht geboten; hier muss der Lackaufbau zwingend wasserabweisend versiegelt sein, da Holz bei schwankender Luftfeuchtigkeit arbeitet und sich andernfalls verziehen kann.